20. Februar 2014

DaWanda Wohnparade: Was macht mein Zuhause besonders? #DaWandaParade

Dawanda hatte eine schöne Idee. Die Wohnparade. Kreative wurden aufgerufen zu zeigen wie sie leben, ihre Lieblingsplätze zu enthüllen und stolz ihre DIY-Projekte zu präsentieren. Da mache ich doch gern mit. Denn gerade unsere Wohnung ist ein einziges DIY-Projekt. Ich schaue mir so gern die Wohnungen von anderen an. Wie leben Menschen? Wie und wo arbeiten sie? Ich bin einfach zu neugierig. Außerdem ist es mein Hobby zu dekorieren. Das Umräumen, Umstellen und das Umgestalten einzelner Bereiche in unserer Wohnung gehört bei uns irgendwie dazu.
Es gibt Schränke, die waren erst weiß, dann grün, dann blau und dann wieder weiß. Manche haben ganz und gar ihre Farbe abgelegt. Wir entdecken immer wieder Möbelstücke die wir neu gestalten können. In den letzten zwanzig Jahren hat sich so einiges angesammelt. Und immer wieder sind mein Mann und ich gemeinsam Feuer und Flamme. Das Basteln und Werkeln schweißt uns zusammen, wir haben Spaß und können dabei entspannen. Mein Mann ist Restaurator und hat goldene Hände. Das ist natürlich die Grundvoraussetzung. Zusammen mit meinem Schauwerbegestalter - und Grafikerauge ist das, glaube ich, eine gute Kombination. Unser neuestes Projekt heißt Garten. Aber das habt ihr ja im letzten Jahr schon ausführlich bewundern können.
















































Nun zu den Fragen von Dawanda:
1.) Was ist Deine Lieblingsecke in Deinem Zuhause und warum?

Ich will ehrlich sein, meine Lieblingsecke in unserer Wohnung ist wohl mein Arbeitsplatz. Wenn man danach geht, wieviel Zeit ich dort verbringe. Aber am wohlsten fühle ich mich doch in unserer Küche. Nicht, weil ich ganz die gute Hausfrau, dort fröhlich vor mich hin koche. Eigentlich mehr, weil wir uns nach einem langen Arbeits- und Schultag, dort zusammenfinden und gemeinsam kochen. Dort werden die Erlebnisse des Tages besprochen und zusammen Zeit verbracht.

Ein Möbelstück oder ein Raum sollte für uns eine Geschichte haben. Das macht es einzigartig, geheimnisvoll und liebenswert. So wie die Dielen in der Küche, die wir unter drei Schichten Linoleum, Spanplatten und Gips zum Vorschein gebracht haben. In den Fugen steckte der Ruß des Herdes aus der Gründerzeit um 1900. Und die Trittspuren unserer Vormieter von vor 100 Jahren waren genau zu sehen. An der Decke viel der Putz ab und man konnte das Stroh herausziehen. Eine Wand haben wir ganz ursprünglich gelassen und restauriert.

vorher...nachher



Unser Küchentisch z.B. hat schon viel erlebt. Er diente einst einem Arzt im Schloss Rheinsberg als Schreibtisch. Und die kleine Bank auf der am liebsten Hund Pepe sitzt (Weil er dann auf die Teller gucken kann) kommt aus Schweden. Sie hat um die Jahrhundertwende in einer Bauernküche gestanden und bestimmt ein paar Geschichten zu erzählen. Mit der neuen Sitzauflage und den Kissen ist sie der beliebteste Platz in unserer Küche. Der Kronleuchter aus Porzelan gehörte einer Tante meines Mannes. Er wurde in den 60ziger Jahren im KadeWe erstanden und hat die Umzüge in zwei verschiedene Alterswohnsitze überlebt. Tante Guste wurde 97 Jahre alt.


















































2.) Was hast Du in Deiner Wohnung selbstgemacht? (sei es selbst tapeziert, ein Möbelstück gebaut oder verändert oder Wohndeko selbst hergestellt)

Angefangen beim Verputzen und Streichen der Wände, über die Aufarbeitung der Böden, das Fliesen, die Stuckarbeiten, das Bauen und Neugestalten von Möbelstücken haben wir fast alles selbst gemacht. Sogar die Elektrik neu verlegt, unter Anleitung eines Fachmannes versteht sich.
Ich habe Lampen gebaut und restauriert, diverse Kissen und Vorhänge genäht, Sessel bezogen, Bilder collagiert und Kleinkrims bebastelt. Im Kinderzimmer haben wir ein Spielhausbett gebaut. Mein selbstgebauter Schmetterlingskasten hängt in der Küche.

Wir haben ein altes Sideboard im Hauseingang gefunden. Es wurde neu gestrichen (türkis natürlich) und wir haben neue Griffe angebaut.

Unser Kleiderschrank war mal eine Museumsvitrine für Fragmente aus dem Altertum und erstrahlt nun in neuem Glanze.

Der goldene Kronleuchter im Schlafzimmer war völlig verrostet. Er wurde vergoldet und mit echtem Kristallschmuck wiederbelebt.
Ich hoffe uns begegnen noch viele dieser ungeliebten Möbelstücke. Sie bekommen ein neues Leben. Das nächste Projekt ist der Esstisch. Er wartet schon auf die Schleifmaschine.





































































3.) Was begegnet einem zuerst, wenn man Deine Wohnung betritt?






















Unserem Chihuahua Pepe ;) natürlich.

Aber auch einer Wandkonsole mit bunten Fliesen.
Das Tischchen war mal ein Karten-Spieltisch und hatte in der Mitte ein Feld aus verschlissenem Samt.
Wir haben es halbiert, gestrichen und den Samt durch Meißner Porzelanfliesen ersetzt. Die Fliesen sind aus den sechziger Jahren und wurden einst von meinem Schwiegervater gestaltet. Wir haben sie im Keller wiederentdeckt und nun haben sie einen würdigen Platz gefunden.

























































4.) Auf welchen Einrichtungsgegenstand in Deiner Wohnung bist Du besonders stolz?

Das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich liebe die Wohnung sehr. Und alles was darin ist.
Vielleicht sind es die vier kleinen Collagen (s. u.) die ich gemacht habe. Oder der große Kleiderschrank, den wir vor kurzen endlich einräumen konnten. Weil er ein Jahr lang in Einzelteilen in der Wohnung lag und nun zusammengebaut und neu gestrichen da steht. Schwierig zu sagen.
Auf jeden Fall war diese #DaWandaParade eine gute Idee. Die neuen Fotos und der andere Blick auf unser Zuhause haben mir wieder einmal gezeigt wie schön wir es haben und das ich dafür sehr dankbar bin. Und auch ein wenig stolz natürlich.



























Im Sommer ist unser Balkon der Lieblingsplatz.




1 Kommentar:

  1. Wow - der Porzellan Kronleuchter ist ja der Wahnsinn!
    Sehr sehr schöne Dinge habt ihr da! Und schön abgelichtet sind sie auch (=

    Liebe Grüße,
    Irini

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