23. Januar 2013

Rosen gegen Dummheit...

...so lautet der Text auf dem Schild am Fuße von Frau Kollwitz. Als ich heute an ihr vorrüber ging hatte sich das Bild noch ein wenig verändert. Frau Kollwitz hat eine Mütze und einen Schal bekommen. Das finde ich mal nett. Und noch mehr Blumen. Die Prenzlauer Berg Nachrichten haben einen sehr treffenden Text zur Debatte veröffentlicht. Kann man hier nachlesen.
Dem Herrn Thierse ist mal was rausgerutscht. Blöd sowas. Aber nun daraus so einen Rummel zu machen sieht dem ganzen Prenzlauer Berg Genöle mal wieder ähnlich. Zufällig scheinen sich eine Menge Leute sehr zu langweilen und mußten sich drauf stürzen. Wollen wir hoffen, das schnell etwas interessantes passiert, damit wieder über anderes debattiert werden kann.

Der Berliner an sich hat ja eh ´ne Berliner Schnauze, da ist ein Rausrutscher nix besonders. Wie habe ich heute so schön auf FB gelesen: "Als Berliner ist man es eher gewohnt den Mund auch an nicht immer geeigneter Stelle auf zu machen. Da aber nun andere Maßstäbe als die Berliner Schnauze im Kiez herrschen, ist das wohl ein Ergebnis davon." Sehr treffend! Nun hat Herr Thierse sich in all den Jahren wohl eine Berliner Schnauze zu gelegt. Sehr sympathisch eigentlich. 
Warum müssen eigentlich immer die armen Schwaben herhalten? Das ist doch komisch. So viele sind es doch gar nicht. Die Hamburger, Niedersachsen, Bayern usw. sind doch auch noch da. Sind die jetzt wohl beleidigt? Berlin ist schon immer ein Schmelztiegel vieler Kulturen gewesen und unsere Traditionen setzten sich wohl aus wer weiß wie vielen Einflüssen zusammen. Wenn wir überhaupt Traditionen haben? Warum heißt die Schrippe eigentlich Schrippe. Das muss ich mal rausfinden.

Kaum eine andere Metropole war so oft grundlegenden Veränderungen unterworfen und hat ihr Gesicht so häufig verändert. Während die Bedeutung Berlins stetig stieg, gab es einen Wechsel glanzvoller Epochen und dunkler Zeiten. Doch Berlin hat es geschafft, von einer geteilten Stadt zu einer pulsierenden, lebendigen Stadt zu werden. Ick steh druff!!!

Den Hugenotten schien es einst ebenso zu gehen wie den Schwaben heute. Der Text hierzu bei Wikipedia liest sich recht amüsant wenn man dabei die heutige Zeit im Kopf hat. Ich empfehle sehr sich das mal durchzulesen. Ein kleiner Auszug schon hier: "Die eingesessenen Berliner gaben ihre Ablehnung auf – man erkannte an, dass die Neuen weit mehr Vor- als Nachteile mit sich brachten und fand zudem Geschmack an zuvor unbekannten oder wenig verbreiteten Produkten wie Weißbier, Bouletten, Spargel und feineren Salaten. Die ersten, viel besuchten öffentlichen Gartenlokale wurden um 1750 in der Nähe des Brandenburger Tores durch Réfugiés eröffnet. Viele Deutsche bemühten sich sogar um Aufnahme in die französische Kolonie, weil sie dadurch juristische Vorteile erlangen konnten. Immer weniger Réfugiés sprachen Französisch, immer mehr Deutsche wandten es an, oft mehr schlecht als recht" Außerdem prägten sie die Berliner Mundart: Bouletten ;) Na? Und das um 1750.








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